Vor 275 Jahren...
treffen sich Studenten in England regelmäßig zum Bibellesen und Gebet. Sie unterstützen Arme und Kranke und machen Besuche bei Strafgefangenen.
Wegen ihrer konsequenten Haltung werden sie bald als "Methodisten" verspottet. Auch der anglikanische Pfarrer John Wesley und sein Bruder Charles schließen sich dieser Gruppe an. Sie spüren die Herausforderung des christlichen Glaubens für alle Menschen. Da immer weniger in die Kirchen kommen, fängt John Wesley an, unter freiem Himmel und auf öffentlichen Plätzen zu predigen. Immer mehr Menschen lassen sich vom Evangelium begeistern. Er sammelt diese Leute in so genannten "Klassen". Daraus erwächst auf den britischen Inseln und später in den amerikanischen Kolonien eine Bewegung, die mit den Auswirkungen der Reformation auf dem europäischen Kontinent zu vergleichen ist.
In Nordamerika kommen auch deutschsprachige Auswanderer mit der gerade entstehenden Kirche in Kontakt. Einige gehen als Missionare in ihre alte Heimat Deutschland zurück und gründen hierzulande methodistische Gemeinden und Kirchen, die sich 1968 zur Evangelisch-methodistische Kirche vereinigen.